
TI-Messenger einführen: in zehn Schritten startklar.
Eine kompakte Orientierung für Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen, die den TI-Messenger einführen möchten. Von der ersten Bestandsaufnahme bis zum produktiven Betrieb, mit den Punkten, die in der Praxis wirklich zählen.
Der TI-Messenger ist seit dem Digitalgesetz der gesetzlich vorgesehene Weg, um in der Telematikinfrastruktur sicher zu kommunizieren. Diese Checkliste ordnet die Einführung in drei Phasen: Vorbereitung, Einführung und Betrieb. Haken Sie ab, was erledigt ist, und nehmen Sie offene Punkte mit ins Gespräch.
Vorbereitung & Bestandsaufnahme
- TI-Anbindung prüfen.Ist Ihre Einrichtung bereits an die Telematikinfrastruktur angeschlossen (Konnektor oder TI-Gateway, SMC-B-Karte vorhanden und freigeschaltet)?
- Anwendungsfälle festlegen.Welche Kommunikation soll laufen, Arzt zu Arzt, Klinik zu Praxis, Pflege zu Hausarzt, Verlegungs- und Befund-Abstimmung?
- Beteiligte benennen.Wer ist intern verantwortlich (IT, Datenschutz, ärztliche oder pflegerische Leitung)? Eine klare Ansprechperson beschleunigt jedes Projekt.
- Endgeräte sichten.Welche Geräte sind im Einsatz (Desktop, Diensthandy, Tablet)? Reicht die vorhandene Ausstattung für den geplanten Einsatz?
Im TI-Ökosystem unterscheidet die gematik Hersteller, Betreiber und Anbieter. Als Endkunde schließen Sie Ihren Vertrag mit einem zugelassenen Anbieter, der die Plattform unter eigener Marke und mit eigenem Support führt.
Awesome Technologies
Plattform, gematik-Zulassung, Weiterentwicklung.
Plattform-Betrieb
Hosting in Deutschland, eigenes BSI-C5-Testat, Verfügbarkeit.
Ihr Vertragspartner
Eigene Anbieterzulassung, Branding, 1st-Level-Support.
Einführung & Inbetriebnahme
- Anbieter wählen.Entscheiden Sie sich für einen TI-Messenger-Anbieter mit eigener gematik-Anbieterzulassung. Achten Sie auf Datenresidenz in Deutschland und einen erreichbaren Support.
- Konten und Identitäten anlegen.Nutzer:innen werden mit ihrer TI-Identität eingerichtet. Klären Sie, wie sich neue Mitarbeitende künftig einfach hinzufügen lassen.
- In den Arbeitsablauf einbetten.Wo taucht der Messenger im Alltag auf, eigenständige App oder eingebettet in Ihr bestehendes Praxis- oder Klinik-System (Headless Client)?
- Pilot mit kleiner Gruppe.Starten Sie mit einer Station oder einem Team. So sammeln Sie Erfahrung, bevor Sie auf das ganze Haus ausrollen.
- Kurz schulen.Eine knappe Einweisung genügt, wenn die Oberfläche alltagstauglich ist. Halten Sie eine Ansprechperson für Rückfragen bereit.
Betrieb & Sicherheit
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bestätigt.Nachrichten sind unterwegs und beim Anbieter nicht mitlesbar. Die Schlüssel bleiben bei den Nutzenden.
- Datenschutz dokumentiert.Halten Sie die Verarbeitung in Ihrem Verzeichnis fest und schließen Sie die nötigen Vereinbarungen mit Ihrem Anbieter.
- Verantwortlichkeiten klären.Wer ist Ansprechpartner bei Fragen, wer im seltenen Störungsfall? Drei Rollen heißt auch: klare Zuständigkeit.
- Adressbuch nutzen.Über das Verzeichnis der TI erreichen Sie andere Leistungserbringer direkt, prüfen Sie, dass Ihr eigener Eintrag korrekt ist.